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Bahnhof

Bahnhof Oppenweiler, von Bahnsteig 2 aus gesehen

Der Bahnhof Oppenweiler, an der 1878 eingeweihten eingleisigen Murrbahnlinie gelegen, weist zwei Gleise auf. Die von der Bahn seit einigen Jahren bevorzugte Nutzung von Gleis 2 wirft Probleme auf: erstens ist der Zugang zu diesem Bahnsteig nur über Treppen möglich, zweitens war der dortige Fahrkartenautomat von der Bahn im Sommer 2010 demontiert worden.

Situation Bearbeiten

Weiche Sulzbach

Weiche in Richtung Sulzbach: Gleis 1 mündet asymmetrisch in das durchgehende Gleis 2

Weiche Backnang

Weiche aus Richtung Backnang: Gleis 1 und Gleis 2 trennen sich praktisch symmetrisch

Der Bahnsteig von Gleis 1 liegt im Westen beim Hauptort Oppenweiler, direkt am alten Bahnhofsgebäude, das seit der Stilllegung als Wohnhaus genutzt wird und inzwischen auch die öffentliche Bücherei der katholischen Kirchengemeinde beherbergt. Der Bahnsteig 1 ist ebenerdig erreichbar, von den Parkplätzen sind es nur wenige Meter.

Der Zugang zu Gleis 2 erfolgte früher direkt über die Schienen von Gleis 1, der zugehörige Bahnsteig lag zwischen den Gleisen. Östlich von Gleis 2 befand sich früher nur die naturbelassene Böschung unterhalb des Reutenhofs. Zur dortigen Neubausiedlung führt ein Fußgängersteg. Dieser überbrückt beide Gleise, die 1996 elektrifiziert wurden, und ist entsprechend hoch. Ein Ausbau der Murrbahn, bei dem auch zwischen Oppenweiler und Sulzbach ein 2,6km langes zweites Gleis hinzugefügt worden wäre, wurde 2004 im Rahmen von Einsparungsmaßnahmen („Koch-Steinbrück-Papier“) gestrichen.

Weil die Zufahrt zu Gleis 1 zumindest im Norden aus Sulzbach über eine Weiche führt, die aufgrund der S-förmigen Linienführung Langsamfahrt erfordert, hält die Bahn seit einigen Jahren bevorzugt am durchgehenden geraden Gleis 2. Ausnahmen bilden Zugbegegnungen: an Werktagen fährt um 7:13 und 16:44 der Zug Richtung Stuttgart auf Gleis 1, und um 18:44 der Zug in Richtung Sulzbach. An Sonntagen weicht um 21:31 der Regionalexpress nach Crailsheim auf Gleis 1 aus, zugunsten der Regionalbahn nach Backnang. Zum sicheren Zugang zu Gleis 2 musste entlang der Böschung im Osten ein neuer Bahnsteig 2 angelegt werden. Dieser wurde mit einem zusätzlichen Fahrkartenautomaten sowie einem Wartehäuschen ausgestattet. Der Zugang erfolgt von der Reutenhofstraße über eine Treppe neben dem Fußgängersteg.

BahnsteighöhenBearbeiten

In Deutschland legt die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) fest, dass die Bahnsteighöhe über Schienenoberkante mindestens 38 cm beträgt, bei Nutzung ausschließlich durch S-Bahnen bis maximal 96 cm. Bei Neubauten oder Umbauten von Personenbahnsteigen sollen demnach in der Regel die Bahnsteigkanten auf eine Höhe von 760 mm gelegt werden.

Nach der Elektrifizierung der Murrbahn wurden auch die primär genutzten Bahnsteige erhöht, um leichter ein- bzw. aussteigen zu können. Laut den Bahnsteiginformationen der Bahn wurde als Mindestlänge für diese 76cm hohen Bahnsteige 164m gewählt. Die Länge eines Zuges mit 5 Wagen und Lokomotive beträgt ca. 150m.

Vergleich der Bahnhöfe auf der Murrbahn, mit Bahnhofskategorie sowie Bahnsteighöhe / Bahnsteiglänge je Gleis.

Station Kat. Gleis 1 Gleis 2 Gleis 3 Gleis 4/5
Backnang 3 Nach Marbach:
76 cm / 177 m, 38 cm / 61m+132 m
38 cm / 380 m
(76 cm / 170 m)
38 cm / 380 m
(76 cm / 170 m)
S-Bahn:
76 cm / 210 m, 38 cm / 131 m
76 cm / 210 m, 38 cm / 131 m
Oppenweiler (Württ) 6 24 cm / 185 m 76 cm / 164 m
Sulzbach (Murr) 5 24 cm / 190 m 76 cm / 164 m (76 cm / 164 m)
Murrhardt 5 24 cm / 138.5 m 76 cm / 164 m 76 cm / 164 m
Fornsbach 6 20 cm / 91 m 24 cm / 164 m
Fichtenberg 6 34 cm / 140 m 76 cm / 165 m 76 cm / 165 m
Gaildorf West 6 38 cm / 162 m 76 cm / 165 m 76 cm / 165 m
Schwäbisch Hall-Hessental 5 38 cm / 182 m, 76 cm / 28 m 38 cm / 354 m 38 cm / 354 m
Eckartshausen-Ilshofen 6 24 cm / 175 m 38 cm / 172 m
Crailsheim 3 24 cm / 309 m 38 cm / 405 m 76 cm / 409 m 76 cm / 409 m


Um wie z.B. bei einer S-Bahn auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl in den Zug gelangen zu können, müsste entsprechendes modernes Wagenmaterial eingesetzt werden, denn derzeit wird „auf der Murrbahn ausschließlich das mit Abstand älteste Wagenmaterial eingesetzt“, Wagen der „Bn-Reihe“ (sogenannte „Silberlinge“), deren Durchschnittsalter 40 Jahre beträgt. Diese weisen Treppenstufen an den Türen auf, die selbst an hohen Bahnsteigen eine breite Lücke bedingen. Zudem befindet sich in der Mitte, zwischen den Türflügeln, ein Hindernis in Form eines stählernen Handlaufes.

Ein barrierefreier Zugang zum Bahnsteig 2 des Bahnhofs Oppenweiler ist derzeit somit nicht gegeben, obwohl seit einigen Jahren fast alle Züge von dort abfahren. Der Vorschlag für eine barrierefreie Zugangsrampe ist in Openstreetmap illustriert. Der Backnanger Bahnhof wird zwar barrierefrei, ein barrierefreier Zugang kommt dort im Form eines Aufzuges für den Bahnsteig 2/3, der zudem rechtzeitig zur Inbetriebnahme der verlängerten S4 im Jahre 2012 auf einer Länge von voraussichtlich 170 Metern erhöht wird auf eine Höhe von 76 Zentimeter über Schienenoberkante.

Fahrkartenautomaten Bearbeiten

Bis Mai 2010 waren beide Gleise mit je einem Fahrkartenautomaten ausgestattet. Anfang Mai 2010 wurde von der Bahn der Fahrkartenautomat an Gleis 2 demontiert, da dort weniger Umsatz getätigt werde als an dem Automaten an Gleis 1. Dieser vorher nicht bekanntgegebenen Maßnahme wurde nach Bekanntwerden seitens der Gemeinde widersprochen. Auch im Gemeinderat war es ein Thema, die BKZ berichtete darüber am 22.05.2010: Zug verpasst, weil der Automat weg war. Bürgermeister Jäger forderte Anfang Juni in einem Schreiben die Bahn auf, den Automat wieder aufzustellen: Barriere aufgebaut

Die Agendagruppe hat dazu eine Unterschriftenaktion durchgeführt, mit dem Text:

Für die Wieder-Einrichtung des Fahrkarten-Automaten am Bahnhof Oppenweiler auf Gleis 2


Die Bahnbenutzer von Oppenweiler fordern kurzfristig die Wiedereinrichtung des Fahrkarten-Automaten auf Gleis 2, auf diesem Gleis werden über 90% des Verkehrs abgewickelt.

Es kann nicht sein, daß die Bahn ohne Absprache mit der Gemeinde Oppenweiler und den Bahnkunden einen Automaten abbaut und damit die Bedingungen für den öffentlichen Nahverkehr gravierend verschlechtert.

Unterschriftenuebergabe-20100621

Übergabe der Unterschriften für die Wiederaufstellung des zweiten Fahrkartenautomaten: Bürgermeister Jäger, Frau M. Schönefeld, Herr G. Schopf

Bis Mitte Juni wurden 731 Unterschriften für die Wiederaufstellung gesammelt. An den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) wurden die 32 Seiten plus Anschreiben (s.u.) am 21. Juni verschickt, in Kopie auch an die DB Regio in Stuttgart. Ein weiterer Satz Kopien verbleibt bei der Gemeinde, er wurde symbolisch an Bürgermeister Jäger übergeben.

Betr.: Abbau des Fahrkartenautomaten am Gleis 2 im Bahnhof Oppenweiler


Sehr geehrte Damen und Herren,


die Agendagruppe Oppenweiler hat sich im letzten Jahr mit der Realisierung eines barrierefreien Zugangs zum Gleis 2 beschäftigt. Die entsprechenden Pläne wurden auf ehrenamtlicher Basis ausgearbeitet und der Gemeinde zur Weiterverwendung vorgelegt. Mit Bestürzung haben wir zeitgleich zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Infrastruktur des Bahnhofs Oppenweiler seitens der DB verschlechtert wurde. Ohne jegliche Information der Gemeinde und des Bahnkunden vor Ort wurde der Fahrkartenautomat am Gleis 2 abgebaut, obwohl auf diesem Gleis über 90% des Gesamtverkehrs abgewickelt wird.
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass am einzig verbliebenen Fahrkartenautomaten am Gleis 1, bedingt durch die ungünstige Ausrichtung vormittags bei entsprechendem Sonnenschein, keine Bedienung möglich ist. Ein Fahrkartenkauf ist damit in Oppenweiler nicht immer gewährleistet.
Die Bürger von Oppenweiler, die größtenteils auch Kunden der Bahn sind, empören sich über die Vorgehensweise der DB und haben dies in einer Unterschriftenaktion zum Ausdruck gebracht ( siehe Anlagen). Es erhebt sich die berechtigte Frage, warum wir als Kunden zweiter Klasse behandelt werden.
Wir bitten Sie, als Träger und maßgeblichen Geldgeber für den öffentlichen Nahverkehr in unserer Region, sich dafür einzusetzen, dass der Auftragnehmer DB seine einseitige Leistungskürzung umgehend rückgängig macht. Es wäre zu begrüßen, wenn Sie sich selbst ein Bild vor Ort machen würden. Für Fragen und weitere Anregungen stehen wir gerne zu Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Agendagruppe Oppenweiler

Anfang Juli 2010 gab Bahnchef Grube bekannt, Fahrscheinautomaten hätten keine Zukunft, sondern der elektronische und bargeldlose Vertriebsweg. Über einen genauen Zeitplan für die Einführung des neuen Systems äußerte sich der Bahnchef nicht.

In der Gemeinderatssitzung vom 20. Juli gab Bürgermeister Jäger bekannt, dass die Wiederaufstellung des Automaten schriftlich zugesichert worden sei.

Umbauarbeiten im Sommer 2010 Bearbeiten

Im Sommer 2010 fanden umfangreiche Gleisbauarbeiten auf der Murrbahn statt, in zwei Bauphasen. Die Deutsche Bahn AG erneuerte von Mitte Juli bis Ende September 2010 insgesamt 14 Weichen und 37 Kilometer Schienen zwischen Backnang und Schwäbisch Hall-Hessental. Dabei wurden 30000 Schwellen und 40000 Tonnen Schotter ausgetauscht. Von 28. Juli (22.20 Uhr) bis 22. August 2010 (Betriebsschluss) fand keinerlei Zugverkehr zwischen Backnang und Schwäbisch Hall-Hessental statt. So waren z.B. am in Oppenweiler auf dem gesamten Gleis 2 zwischen den beiden Weichen die Schienen und Schwellen entfernt, und der Bahndamm war ca. 50cm tief abgetragen, nachdem LKWs den Schotter abtransportiert hatten. Anschließend wurde im Murrtal der Betrieb wieder aufgenommen, der Abschnitt Fichtenberg-Schwäbisch Hall-Hessental blieb noch bis zum 11. September 2010 gesperrt.

Im Bereich des Bahnhofs Oppenweiler wurden 810 Meter Gleise, Schienen, Schwellen und Schotter sowie die Weiche in Richtung Sulzbach erneuert. Dabei wurde jedoch die ungünstige alte Linienführung beibehalten, und nicht wie bereits bei der Weiche in Richtung Backnang eine weitgehend symmetrische Bauweise gewählt.

Maßnahmen Bearbeiten

Zur Verbesserung der Situation gibt es zwei Alternativen:

  • Zu bevorzugen ist die auch laut MdL W. Klenk optimale Lösung: die Bahn fährt nach dem Umbau der Weiche wieder hauptsächlich das günstiger gelegene Gleis 1 an, wo der barrierefreie Zugang gewährleistet ist, und der Fahrkartenautomat steht. Dazu sollte der Bahnsteig dort auf mindestens 55cm erhöht werden, oder gleich auf 76cm.
  • Bleibt der Zugverkehr auf Gleis 2, ist die Wiederaufstellung des zweiten Automaten an Gleis 2 zu fordern, oder zumindest die Versetzung des Automaten von Gleis 1 zu Gleis 2. Zudem wird die Errichtung eines barrierefreien Zuganges zum Bahnsteig 2 in Form einer Rampe zur Reutenhofstraße nötig.

Weitere Maßnahmen:

  • Bau des schon 2004 geplanten zweiten Gleises zwischen Sulzbach und Oppenweiler
  • Einführung von modernem Zugmaterial bzw. Triebwagen, mit Fahrkartenautomaten in den Abteilen. Dies ist bei RegionalBahnen durchaus üblich. Der Schwäbisch Haller SPD-Landtagsabgeordnete Nik Sakellariou hat sich im Mai 2010 an die neue Verkehrsministerin Tanja Gönner (CDU) gewandt, um sie auf die Misere der Murrbahn hinzuweisen. In ihrem Antwortschreiben versicherte die Ministerin dem Abgeordneten, dass „bei der Neuvergabe der im Verkehrsvertrag bis September 2016 gebundenen Verkehrsleistungen auch das Wagenmaterial eine wichtige Rolle spielen wird.“ (Drucksache 14/6461)

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 hat die DB Regio AG den Einsatz eines modernen Elektrotriebwagens auf der Murrbahn angekündigt. Mit dem Einsatz dieses spurtstarken Triebzugs könnten „Verbesserungen im Komfortbereich“ realisiert werden, und die ohnehin gute Pünktlichkeit dieser Linie könne noch weiter erhöht werden. Die Elektrotriebwagen der Baureihe ET 425, die aufgrund der Geräuschentwicklung von Antriebselektronik und Fahrmotoren den Spitznamen „Quietschie“ bekamen, sind schon gelegentlich auf der Murrbahn unterwegs.

Eine Hoffnung für 82000 geplagte Pendler täglich auf Murr- und Remsbahn bringt die Ankündigung, dass für die Sanierung des Wagenmaterials auf der Murrbahn sieben Millionen Euro als Übergangslösung investiert werden. Landtagsabgeordnete, die mit dem Zug zu Parlamentssitzungen fahren, nennen die Murrbahn „Museumsbahn“.

Fahrplan Bearbeiten

Aushangfahrplan KBS 785 (Murrbahn), Stand Juni 2010. Siehe Elektronische Fahrplanauskunft EFA

R3 nach Crailsheim
Stunde Werktags Samstags Sonntags
4
5
6 15
7 12 12 12
8 12 26 26
9 12 12 12
10 12 26 26
11 12 12 12
12 20 26 26
13 17 12 12
14 12 26 26
15 12 12 12
16 17 43 26 26
17 13 32 12 12
18 12 44 26 26
19 12 12 12
20 31 26 26
21 31 31 31
22 29 29 29
23 31 31 31
0 31 31 31
1
R3 nach Stuttgart-Hauptbahnhof
Stunde Werktags Samstags Sonntags
4
5 44
6 27 57 44 44
7 13 26 46 31 31
8 44 44 44
9 44 31 31
10 44 44 44
11 44 31 31
12 44 44 44
13 44 31 31
14 44 44 44
15 44 31 31
16 44 44 44
17 57 31 31
18 44 44 44
19 24 44 31 31
20 44 44 44
21 48 31 48
22 44 44 44
23
0
1
ca. Fahrzeit in Minuten
  • 00 Oppenweiler
  • 03 Sulzbach (M)
  • 14 Murrhardt
  • 20 Fornsbach
  • 24 Fichtenberg
  • 29 Gaildorf West
  • 39 Schwäbisch Hall-Hessental
  • 52 Eckartshausen-Ilshofen
  • 59 Crailsheim
ca. Fahrzeit in Minuten
  • 00 Oppenweiler
  • 06 Backnang
  • 13 Winnenden
  • 21 Waiblingen
  • 29 Bad Cannstatt
  • 34 Hauptbahnhof (oben)

Vorschlag der Lokalen Agenda: barrierefreier Zugang zum Bahnsteig 2Bearbeiten

Bahnsteigzugang

Ausschnitt aus Openstreetmap mit eingezeichneter Rampe, vor hinterlegtem Google-Luftbild

Vorgestellt am 08.02.2010

Der Personenverkehr wird in beiden Richtungen fast ausschließlich über den Bahnsteig 2 abgewickelt. Leider ist der Zugang jetzt nur über vielstufige Treppen möglich. Für Fahrgäste mit Kinderwagen ist er stark erschwert, für Personen mit Rollator bzw. Gehhilfe nahezu unmöglich. Ältere Menschen können nur mühsam und nicht ohne Risiko zu diesem Bahnsteig gelangen. Auch Reisende mit Rollkoffern sind behindert. Etwa 500 Fahrgäste benützen täglich den Bahnsteig. Von der Reutenhofstraße aus lässt sich ein Fußweg zum Bahnsteig 2 erstellen, der den Kriterien der DIN 18024 für barrierefreies Bauen voll gerecht wird. Es wird damit auch ein zusätzlicher Anreiz geschaffen, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Der Kostenaufwand dürfte unter 100.000 Euro liegen. Grunderwerb ist nicht erforderlich, die zu beanspruchenden Flächen gehören der Bundesbahn bzw. einer ihrer Tochtergesellschaften und der Gemeinde. Der geplante geradlinige Verlauf ohne Kurven/Serpentinen begünstigt einen maschinellen Winterdienst. Am vorhandenen Baumbestand ist nur wenig zu verändern. Erforderlichenfalls können ersatzweise Bäume nachgepflanzt werden. Ein gut gelungenes Beispiel ist der im Jahr 2008 fertiggestellte barrierefreie Fußweg zum Bahnsteig in der Gemeinde Mögglingen bei Schwab. Gmünd. Hier hat man mit bescheidenen Mitteln erhebliche Verbesserungen erreicht. Der neue Zugang wird stärker als erwartet frequentiert; die Benutzer nehmen gerne den kleinen Umweg in Kauf. Es zeigt sich, dass auch Personen mit geringerem Behinderungsgrad den stufenfreien Zugang vorziehen. Auch in Heidenheim hat man aus Mitteln der Stadt eine gute Lösung erreichen können. Welcher Stellenwert der Barrierefreiheit zugemessen wird, ist auch in der hiesigen Fachklinik bzw. AHG-Klinik Wilhelmsheim zu sehen. Im Eingangsbereich ist ein stufenfreier Nebenweg entstanden, innerhalb der Klinik wurden die Treppen mit einem parallelen Treppenlift versehen, der Hauptaufzug wurde komplett erneuert. Überwiegend reisen die Patienten an bzw. ab über den Bahnhof Oppenweiler. Darunter sind auch viele ältere, gebrechliche Personen. Zusätzlich fährt zweimal in der Woche ein klinikeigener Kleinbus.

Mit Herrn Nerb vom Bahnhofsmanagement Ulm der Bundesbahn wurde fernmündlich Kontakt aufgenommen. Er sieht das Vorhaben als sinnvoll und wünschenswert sowie bautechnisch als günstig realisierbar an, kann natürlich aber keine förmliche Genehmigung erteilen. Auch über die Finanzierbarkeit kann er keine Aussagen machen. Man erhofft sich Zuschüsse aus verschiedenen Fördertöpfen von Bund und Land und auch einen Beitrag der Gemeinde Oppenweiler. Bauherr wäre die Gemeinde Oppenweiler. Dass sich die Bundesbahn finanziell stark beteiligt oder die Kosten voll übernimmt, erscheint eher unwahrscheinlich. Teilweise könnten Tiefbau- oder Belagsarbeiten auch von Mitarbeitern des Bauhofs der Gemeinde Oppenweiler übernommen werden. Viele ältere Menschen tun sich schwer, den Bahnsteig 2 zu erreichen, darunter sind auch solche, die seit langem durch den unglaublich starken Durchgangsverkehr auf der Bundesstraße 14, die den Ort in zwei Teile schneidet, unmittelbar benachteiligt sind. Eine Abhilfe durch eine Umgehungsstraße ist kurzfristig nicht in Sicht. Die seit kurzem befahrbare Umgehung der Stadt Winnenden scheint vielmehr noch weiteren Autoverkehr anzulocken. Wenn der Bahnsteig besser erreicht werden kann, wird dieses Problem natürlich nicht gelöst, es könnte sich hingegen die gefühlte Zurücksetzung der Anwohner der Bundesstraße, deren Wohnumfeld durch die verbesserte Mobilität anderer zusätzlich belastet wird, mildern.

Weitere Details sind aus den Anlagen ersichtlich.

Neben den aktiven Teilnehmern der Agenda haben an dem Vorschlag mitgewirkt:

  • Die Herren Kipf und Hübl vom Ing-Büro Kipf als Planverfasser,
  • Herr Böhret, Seniorchef der Firma Fritz Müller, Backnang, für die Schätzung der Tiefbaukosten

Konsultiert wurden

  • Herr Nerb vom Bahnhofsmanagement Ulm der Bundesbahn zur allgemeinen Realisierbarkeit
  • Herr Bürgermeister Schweizer aus Mögglingen für die Beratung anl. des Beispiels Mögglingen
  • Herr Seemann von der Stadtverwaltung Heidenheim betr. der erreichten Lösung im Bahnhof Heidenheim.
  • Herr Schmidt, Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg betr. Bahnhofs-Auslastung in Oppenweiler.
  • Frau Starke, Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg betr. Förderchancen.
  • Herr Haupt, Oppenweiler, betr. Kosten für das erforderliche Geländer.

Im Auftrag der Lokalen Agenda: Hermann Kienzle, Oppenweiler Tel (07193) 8110 E-Mail: hermkienzle@t-online.de

AnlagenBearbeiten

Diese sind online derzeit leider nicht verfügbar.

  • Baubeschreibung
  • Lageplan
  • Schnittzeichnung

Bauliche Details Bearbeiten

  • Ausgestaltung nach DIN 18034-1 Barrierefreies Bauen, Teil 1, Straßen, Plätze, Wege, öffentliche Verkehrs- und Grünanlagen sowie Spielplätze
  • Länge des Fußwegs: 58 m
  • Breite 2,5 m
  • Maximale Steigung: 6%
  • 6 steigungsfreie Zwischen-Podeste mit 1,5 m Länge
  • Gesamte Höhendifferenz ca. 2,9 m
  • Beleuchtung über vorhandene Lichtmaste am Bahnsteig und an der Reutenhofstraße, evtl. sind einige zusätzliche Leuchten an den Masten anzubringen.
  • Winterdienst ist mit maschinellem Räumgerät möglich
  • Entwässerung: Oberflächenbelag aus wasserdurchlässigem Betonpflaster auf einer kombinierten Frostschutz- und Tragschicht (KFT), zusätzlicher Anschluss einer Entwässerungsrinne am Fußpunkt der Rampe an die vorhandene Bahnsteigentwässerung.
  • Seitliche Begrenzung durch Stahlbeton-Mauerscheiben (L -Elemente), die aus Serienfertigung mit verschiedenen Größen, Belastungsklassen, Oberflächenstrukturen lieferbar sind. Alternativ können auch Natursteinblöcke eingebaut werden.
  • Auf der Talseite bilden diese Elemente die Abweiser, die nach der DIN vorzusehen sind.
  • Beidseitiges Geländer/Handlauf aus nichtrostendem Stahl
  • Bauzeit ca. 3 bis 4 Wochen, der Schienenverkehr dürfte nicht gehemmt werden, der Personenverkehr wird nur kurzzeitig behindert.
  • Die Schätzung des Gesamtaufwandes beinhaltet Tiefbau - und Planungskosten inklusive Mehrwertsteuer sowie Zahlungen an die Bundesbahn für die Gestattung und für evtl. Streckenposten während einzelner Phasen des Bauablaufs.
  • Abschließende Bepflanzungen mit einheimischen Gehölzen können durch die Lokale Agenda mit Hilfe von straffällig gewordenen Jugendlichen, die Arbeitsauflagen erhalten haben, vorgenommen werden.



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Verantwortlich für den Inhalt dieser Webseite: Lokale Agenda Oppenweiler, Sprecherin: Frau Meiken Schönefeld, Oppenweiler, Lerchenstraße 14.

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